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Athletenbericht: Mein Weg zur Weltmeisterschaft nach Kona, Hawaii

von Oliver Michel


Im Jahr 2019 sollte mein lang ersehnter Wunsch, die Teilnahme an der IRONMAN WM in Kona, Hawaii und dort einmal die Ziellinie überqueren, in Erfüllung gehen. Nach einem strukturiertem Trainingsplan über den Winter stand im Februar 2019 das Trainingslager auf Lanzarote an, um die Grundlagen, lange Einheiten mit nötigen Kilometer auf dem Rad zu sammeln.


In Südafrika beginnt das Abenteuer......


Als Qualifikationsrennen nahm ich die Langdistanz in Südafrika am 7. April 2019 ins Visier. Aufgrund der stürmischen See und dem starken Wellengang wurde die Schwimmstrecke auf ca. 2 km verkürzt. Bei schwierigen Bedingungen verließ ich nach 36 Min. das Wasser und absolvierte die 180 km auf dem Rad in 5:30 Std. Der Marathonlauf verlief richtig gut. Hier konnte ich mit einer Zeit von 3:26 Std. noch etliche Konkurrenten in der AK 50 überholen. Ins Ziel kam ich nach 9:41 Std. und war damit mehr als zufrieden. Ich belegte damit nicht nur den 7. Platz in der Altersklasse sondern hatte auch die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Kona, Hawaii erreicht.





12. Oktober 2019 – Weltmeisterschaft IRONMAN Hawaii


Am 12.10.2019 um 4 Uhr morgens begann der Tag mit leichtem Frühstück und der Anfahrt nach Kona zum Pier. Dort die Startnummer aufkleben, wiegen und noch letzte Vorbereitungen am Rad in der Wechselzone erledigen. Die Aufregung war entsprechend groß, die Atmosphäre, das ganze Drumherum, die Stimmung, gigantisch.


Im Rolling-Start ging es um 7:10 Uhr ohne Neo in den 28°C warmen Pazifik. Die Bucht von Kona war wellig und für die 3,86 km Schwimmen benötigte ich 1:18 Std. Die 180 km lange Radstrecke war sehr schwierig zu fahren, da es neben der ohnehin schon großen Hitze mit sehr hoher Luftfeuchte noch sehr windig und böig war. Mit 5:49 Std. und ohne Panne war ich am Ende glücklich in der Wechselzone angekommen und wechselte in die Laufschuhe.


In der Stadt waren zu Beginn des Marathons noch viele Zuschauer, die jeden Läufer anfeuerten und motivierten, auf dem Highway danach waren die Athleten dann aber großteils alleine. Immer bemüht, sich mit Eis zu kühlen und Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist das Rennen bei diesen schweren Bedingungen reine Kopfsache. Zum Ende des Marathons geht es wieder Richtung Stadt und ab dann gibt es auch kein Halten mehr. Für die 42,2 km benötigte ich 3:35 Std.



Die Erlebnisse der letzten Kilometer und die Emotionen der letzten Meter auf dem roten Teppich, angefeuert von vielen Zuschauern links und rechts, bevor es über die Ziellinie geht, sind unglaublich. Der Moment, bei dem Mike Reilly die Worte „YOU ARE AN IRONMAN“ brüllt, wird für immer unvergesslich bleiben.

Nach 10:51 Std. kam ich zwar völlig erschöpft aber überglücklich ins Ziel. Der Wettkampf auf Hawaii gilt nicht umsonst als das härteste Rennen der Welt. Stolz angekommen, und dabei noch eine Platzierung im vorderen Drittel des Teilnehmerfeldes erreicht zu haben, machte den langen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mein lang ersehnter Traum ging hier in Erfüllung.



Ganz herzlich möchte ich mich bei meinem Schatz Kirsten bedanken, die mich immer unterstützt und alles organisiert hat, mit dabei war und kräftig angefeuert hat. Einen Riesendank auch an Christine, die mir vor einigen Jahren erst das Schwimmen richtig beigebracht hat und mich seit 2018 komplett betreut. DANKE !!

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